Cookie-Plugin WordPress: Meine 4 Favoriten im direkten Vergleich

Tablet zeigt Cookie-Banner-Hinweis. Auf dem Display liegen zwei echte Kekse.
Tablet zeigt Cookie-Banner-Hinweis. Auf dem Display liegen zwei echte Kekse.
Tablet zeigt Cookie-Banner-Hinweis. Auf dem Display liegen zwei echte Kekse.

Hier findest du eine komplette Übersicht über die meist empfohlenen Cookie-Banner Plugins. Du gewinnst Klarheit darüber, wo die wesentlichen Unterschiede liegen. Am Ende des Artikels gibts eine Vergleichs-Tabelle mit allen Plugins. Diese Seite wird regelmäßig aktualisiert. Es lohnt sich immer mal wieder vorbei zuschauen – oder lass dich bei einer Änderung automatisch über unseren Newsletter informieren.


1. Die Grundlagen über Browser-Cookies

Was sind überhaupt Cookies?

Cookies oder Magic Cookies (engl. „magische Kekse“) sind kleine Textdateien. Wenn du eine Webseite aufrufst, werden diese Dateien meist lokal in deinem Browser gespeichert. Manchmal auch auf deinem Endgerät (Computer, Tablet oder Smartphone) in anderen Verzeichnissen. Cookies haben verschiedene Funktionen. Viele Cookies fallen unter die Kategorie ‚technisch notwendig‘, da bestimmte Webseitenfunktionen ohne sie nicht so nutzerfreundlich klappen würden. Andere Cookies werden dazu verwendet, dein Nutzerverhalten auszuwerten, um dir später gezielt Werbung anzeigen zu können.

Grundsätzlich gibts zwei Arten von Cookies: Einerseits technisch notwendige (First Party Cookies) und andererseits technisch nicht notwendige (Third Party Cookies).

a. First Party Cookies (technisch notwendig)

  • Essentielle-Cookies
    Diese werden zeitlich begrenzt in deinem Browser (Google Chrome, Firefox, Safari, Vivaldi usw.) gespeichert. Häufig werden sie für Login-Daten genutzt. Oder bei Online Shops: Um die von dir hinein gelegten Artikel im Warenkorb zu speichern.

  • Session-Cookies
    Sie werden vorübergehend – für die Dauer einer Sitzung (Session) – gespeichert. Sobald du deinen Internetbrowser beendest, werden die Session Cookies in der Regel automatisch gelöscht.

b. Third Party Cookies (technisch nicht notwendig)

  • Statistik-Cookies
    Google Analytics fällt in diese Kategorie. Es werden viele statistische Daten erhoben, wie du als Besucher eine Website nutzt und mit dieser interagierst. Welche Unterseiten du besuchst. Bei welcher Seite du abspringst, die Seite also verlässt. In diesem Fall werden die Daten an Google übermittelt und ausgewertet.

  • Marketing-Cookies (Tracking-Cookies)
    Hierzu gehören z. B. der Facebook-Pixel, das LinkedIn Insight-Tag oder Google Tag Manager. Um diese setzen zu dürfen, bedarf es wie bei Google Analytics – vorab – deiner ausdrücklichen Einwilligung als Nutzer einer Internetseite.

Sind Browser Cookies gefährlich oder böse?

Die kurze Antwort: Nein!

Bei Cookies handelt es sich nicht um schädliche Software oder gar einen Virus. Aber es können mittels Cookies gezielt personenbezogene Informationen an Drittanbieter und Unternehmen transparent werden.

Zum Beispiel:

  • Deine IP-Adresse
  • Daten, die du in ein Online-Formular eingegeben hast
  • Deine E-Mail-Adresse
  • Welche Seiten du besuchst und wohin du danach surfst
  • Wie oft du eine Seite besuchst und wie lange du bleibst
  • Produkte, die du dir neulich oder vor Monaten angesehen hast
  • Deine persönlichen Interessen können transparent werden
  • Dein Bildungs- und Berufsstatus kann ermittelt werden
  • Und durchaus möglich: deine gesundheitliche oder finanzielle Situation

Daher ist es ratsam, jede Internetseite, die du besuchst und die Cookies speichern möchte, kritisch zu hinterfragen. Oder im Zweifel alle Cookies für diese Seite zu deaktivieren.

Die Antwort lautet in der Regel: Ja!

Und zwar deshalb, da die allermeisten Betreiber von Websites in irgendeiner Form Cookies setzen. Es genügt ein einziges – technisch nicht notwendiges – Cookie, das gesetzt wird und du daher einen Cookie-Hinweis (Cookie-Banner) vorschalten musst. Die Anzahl der Cookies, die gesetzt werden, spielt also keine Rolle. Ein einziges genügt!

Die Datenschutzgrundverordnung regelt ganz klar: Wir müssen zuvor, also bevor irgendein Marketing- oder Tracking-Cookie gesetzt wird, das freiwillige Einverständnis des Besuchers einholen.

Für WordPress Webseiten gibt es eine Vielzahl von Plugins – sogenannte Cookie-Plugins – mit denen du dies auf deiner Website relativ leicht umsetzen kannst. Nachfolgend findest du eine Liste mit meinen aktuellen Favoriten.


Die Anzahl an WordPress Plugins für Cookie-Banner ist riesig. Doch es gibt erhebliche Unterschiede. Ich zeige dir meine derzeitigen Favoriten. Darunter zwei kostenlose Plugins: Real Cookie Banner und Complianz.

Spätestens mit der ePrivacy-Verordnung dürfen Cookies nicht mehr ohne Zustimmung eines Website-Besuchers gesetzt werden. Das bisherige Opt-out-Verfahren ist nicht mehr zulässig. Mit Borlabs Cookie hast du ein Werkzeug, das dich dabei unterstützt, Cookies mittels Opt-in, also erst nach der Zustimmung des Besuchers, zu setzen. Das Plugin ist leicht zu installieren und einzurichten. Es enthält bereits alle notwendigen Codes und füllt die entsprechenden Daten aus. Du musst nur noch deine individuellen Tracking-IDs eintragen und Borlabs Cookie erledigt den Rest.

Die Box mit deinem Cookie-Hinweis lässt sich individuell mit deinen Unternehmens-Farben anpassen. Dein Logo lässt sich in der Box integrieren. Und du kannst zwischen insgesamt 77 Animationen wählen, wie die Cookie Box eingeblendet werden soll. Und an welcher Stelle sie konkret sitzen soll.

Ab der Version Borlabs Cookie 2.1 kannst du die sogenannte Cookie Box – Advanced verwenden. Hier werden die Cookies in Gruppen (Essenziell, Statistiken, Marketing und Externe Medien) gebündelt angezeigt. Dies entspricht den neuesten Anforderungen.

Details und Features von Borlabs:

  • Abo-Modell mit jährlicher Zahlweise
  • Updates und Support inklusive
  • Ausreichende Protokollierung
  • Content Blocker Funktion
  • Unterstützt Polylang und WPML
  • Bereit für diese Richtlinien: DSGVO, GDPR, COPPA
  • Aktive Installationen: nicht öffentlich bekannt

Diese Versionen von Borlabs gibt es:

  • Eine kostenlose Version ist nicht verfügbar
  • Die Personal Lizenz findest du auf Borlabs* 39 Euro für eine Website
  • Die Business Lizenz* für 2 Websites gibts dort für 59 Euro

Das Plugin findest du nicht im WordPress Plugin Repository.

So sieht ein Cookie-Banner mit dem Borlabs-Plugin z. B. auf einer Website aus: 

Zeigt einen rechteckigen Cookie-Hinweis, der mit dem Borlabs Cookie-Plugin erstellt wurde.
Cookie-Hinweis mit Borlabs erstellt

2018 war das DSGVO-Jahr schlechthin: Niemand kam drumrum, sich mit dem Thema DSGVO auseinanderzusetzen. In diesem Jahr wurde das Plugin entwickelt und ist seitdem auf dem Markt erhältlich. Im „Entwickler-Team“ ist auch eine deutsche Rechtsanwältin. Daher ist das Vertrauen darin groß, dass hier stets der aktuellste Stand der Rechtssprechung in Updates einfließt.

Die Einrichtung ist unkompliziert. Die Facebook Pixel ID und die Google Tracking ID lassen sich beide einfach und schnell integrieren. Eingeben – fertig! Den Rest erledigt Pixelmate für dich zuverlässig im Hintergrund. Weitere Skripte kannst du ebenfalls ganz leicht DSGVO konform in Head, Body oder Footer einbauen.

Vorteil dieses Plugins: Es ist kein Abo-Modell. Sondern du bezahlst einmalig die gewählte Version. Je nachdem für wie viele Websites (Domains) du es einsetzen möchtest. Und bekommst dennoch Updates und Support – ohne Zusatzkosten.

Details und Features von Pixelmate:

  • Einmalige Zahlweise
  • Kostenlose Updates und Support
  • Ausreichende Protokollierung
  • Content Blocker Funktion
  • Bereit für diese Richtlinien: DSGVO, GDPR, COPPA
  • Aktive Installationen: nicht öffentlich bekannt

Diese Versionen von Pixelmate gibt es:

  • Eine kostenlose Version ist nicht verfügbar
  • Die Single Version findest du auf der Entwicklerseite* für 39 Euro für eine Website
  • Die Advanced Version* für 3 Websites gibts dort für 89 Euro (netto)

Im WordPress-Repository findest du dieses Plugin derzeit nicht.

So kann ein Cookie-Banner mit dem Pixelmate-Plugin z. B. auf deiner Website aussehen: 

Cookie-Hinweis, der mit dem Cookie-Plugin Pixelmate erstellt wurde.
Cookie-Hinweis mit Pixelmate erstellt

Dieses Plugin ist ganz neu auf dem Markt! Das jüngste Küken unter meinen Testkandidaten. Hier wurde alles berücksichtigt, was es insbesondere für Websitebetreiber im D-A-CH-Raum rechtlich zu beachten gilt.

Das Highlight ist für mich ganz klar die umfassende Dokumentation von Einwilligungen. Denn die DSGVO sieht eine Nachweispflicht vor: Das bedeutet, dass du im Zweifel nachweisen musst, dass ein Besucher zu einem bestimmten Zeitpunkt in Cookies eingewilligt hat. Dieses Plugin dokumentiert alle Einwilligungen vollständig. Damit kannst du die eingeholte Einwilligung bei Bedarf im Nachhinein nachvollziehen und sogar – für den Fall der Fälle – belegen.

Besonders anwenderfreundlich gemacht ist die geführte Konfiguration beim einrichten deines Cookie-Banners. Und die Live-Vorschau während du eine Vorlage an deine CI-Design (Corporate Identity) und deine Farben anpasst. Das erspart dir das umständliche Laden in einem anderen Browserfenster, um dort deine gemachten Änderungen zu überprüfen.

Real Cookie Banner bekommst du in zwei Versionen. Die kostenlose mit weniger Features im WP Repository. Und die Pro-Version steht zum download auf der Entwickler-Webseite bereit.

Details und Features von Real Cookie Banner:

  • Sprachen: 2 (Deutsch und Englisch)
  • Umfangreiche Protokollierung
  • Live-Vorschau beim Einrichten
  • Content Blocker Funktion
  • Bereit für diese Richtlinien: DSGVO, GDPR, COPPA
  • Aktive Installationen: über 6.000

Diese Versionen von Real Cookie Banner gibt es:

Das Plugin findest du im WordPress-Repository:
Download der kostenlosen Real Cookie Banner-Version

So sieht ein Hinweis mit dem Real Cookie Banner-Plugin z. B. auf einer Website aus: 

Beispiel Cookie-Hinweis, der mit dem Cookie-Plugin "Real Cookie Banner" erstellt wurde.
Cookie-Hinweis mit Real Cookie Banner erstellt

Dieses Plugin ist ein alter Hase auf dem Markt: Wenn du z. B. viele Besucher aus den USA, Kanada oder aus Südamerika hast, ist dieses Plugin vermutlich interessant für dich. Es unterstütz derzeit die meisten Sprachen. Von Haus aus sind es insgesamt 37 Sprachen, darunter beispielsweise auch Spanisch mit diversen Länderdialekten.

Zusätzlich kannst du das Plugin gezielt für bestimmte Länder oder Regionen konfigurieren. Das hat den Vorteil, dass deine Besucher jeweils nur das angezeigt bekommen, was in ihrem Land zur Einwilligung erforderlich ist. In den USA wird nach wie vor die Cookie-Setzung wesentlich großzügiger gehandhabt als in Europa. So etwas lässt sich mit Complianz steuern. Es erkennt, von wo aus der Website-Besucher kommt und zeigt den jeweils notwendigen Hinweis an.

Es hat einen integrierten Cookie-Scan, der deine Website vorab auf Cookies und Skripte untersucht. Die erkannten Cookie-Daten werden über eine Community-gesteuerte Datenbank (www.cookiedatabase.org) mit den klaren und transparenten Beschreibungen zu den gefundenen Cookies automatisch ausgefüllt – und danach ständig aktualisiert.

Details und Features von Complianz:

  • Sprachen: 37
  • Integrierter Cookie-Scan
  • Kategorisierung deiner Cookies möglich
  • Bereit für diese Richtlinien: DSGVO, GDPR, AVG, CNIL, PECR, UK DPA, UK GDPR, CCPA, COPPA, PIPEDA und CASL
  • Aktive Installationen: über 100.000

Diese Versionen von Complianz gibt es:

Das Plugin findest du im WordPress Repository:
Download der kostenlosen Complianz-Version

So sieht ein Cookie-Banner mit dem Complianz-Plugin z. B. auf einer Website aus: 

Cookie-Hinweis, der mit dem Cookie-Plugin Complianz erstellt wurde.
Cookie-Hinweis mit Complianz erstellt

3. Wie teste ich, welche Browser-Cookies meine Website setzt?

Am besten machst du diesen Test mit einem sogenannten Cookie Scanner oder Cookie Checker: Diese Tools lesen Skripte und sonstige Dateien deiner Website aus. Anschließend listen sie das Ergebnis übersichtlich auf. Du kannst damit leicht überprüfen, welche Cookies deine Website verwendet. Falls nötig, kannst du dein Cookie-Plugin entsprechend manuell um Skripte erweitern oder konfigurieren.

Nach dem Scantest weißt du

  • Welche – nicht technisch notwendigen – Cookies gesetzt werden
  • Wie viele Cookies werden ungefragt gesetzt
  • Zu welcher Kategorie diese Cookies gehören
  • Ob Cookies für Ads, Analytics, Personalisierung oder Statistik dabei sind

1. Rufe im Browser diese Seite auf: www.ccm19.de/cookie-scanner/

2. In das umrandete Feld gibst du die URL (z. B. https://deine-domain.de) ein, die du prüfen möchtest.
Und klickst auf SCAN STARTEN.

3. Nach wenigen Sekunden wird dir das Testergebnis angezeigt. Du siehst, wie viele Cookies die getestete Website verwendet. Und welche – möglicherweise vorab, ohne dass der Nutzer zugestimmt hat – gesetzt werden.

Drei Beispiele von durchgeführten Cookie-Scanner-Tests anderer Webseiten:

Cookie-Scanner-Testergebnis: Diese Website setzt ungefragt 7 Cookies
Testergebnis: Hier werden 7 Cookies ohne Einwilligung gesetzt
Cookie-Scanner-Testergebnis: ungefragt werden 17 Cookies gesetzt
Testergebnis: Es werden 17 Cookies ohne Einwilligung gesetzt
Cookie-Scanner-Testergebnis: Ohne Zustimmung werden Daten an Dritte gesendet
Testergebnis: Ohne Zustimmung werden Daten an Dritte gesendet

Mein Tipp

Mach den Test nachdem du dein Cookie-Banner installiert und eingerichtet hast. Schau, ob alles wie gewünscht funktioniert. Und passe falls notwendig etwas an.

Übrigens: Teste mal zum Spaß andere Internetseiten, die du häufig besuchst. So manches Ergebnis wird dich überraschen. Nach meiner Erfahrung sind solche Testergebnisse – wie die drei oben gezeigten Screenshots – nach wie vor keine Seltenheit.


Mal unter uns – beim Aufrufen einer Website können diese Cookie-Banner ganz schön nerven, oder? Auf vielen Seiten wirken sie wie ein lautes STOPP-Schild im Web, auf dem steht:

„Hallo! Huhu, du da! Du Besucher*in jetzt bitte – zuallererst – das Kleingedruckte lesen.“

Dann deinen Erlaubnis-Haken dranmachen und fix zustimmen. Oder alternativ mühsam die versteckten Einzelheiten entdecken. Ach ja: Und natürlich zugleich verstehen, was damit gemeint ist. Schaut ja überall etwas anders aus. Selbst die Texte variieren.

Wahlweise kannst du herausfinden, wie du auf technisch nicht notwendige Funktionen verzichtest. Und nun musst du nur noch zu „Alles abwählen“ gelangen. Sobald du dich für eine der beiden – oder manchmal auch drei – Optionen entschieden hast, darfst du die Seite besuchen, dich informieren und drin stöbern.

So ein Verhalten würde – im nicht virtuellen Leben – nach Knigge-Benimmregeln bestimmt als unhöflich und aufdringlich bezeichnet werden.

Doch ganz ehrlich: Wer von uns liest diese Cookie-Banner-Texte komplett und Wort für Wort durch? Wir alle nehmen sie nur vage ins Visier. Und scannen oberflächlich drüber. Wir überfliegen die wohldurchdachten Texte und hoffen das Beste. Keiner liest die dazugehörende Datenschutzerklärung akribisch durch und niemand prüft – vor seinem Klick, ob alle notwendigen datenschutzrechtlichen Hinweise enthalten sind, und – vor allem – was danach mit den erhobenen Daten geschieht. Jepp, is‘ so!

(Jepp = ursprünglich vom Englischen „yup“, „yap“, „yep“ – wurde eingedeutscht)

Meist klicken wir rucki-zucki auf den hervorgehobenen Button mit „ALLES AKZEPTIEREN“ oder „EINSTELLUNGEN SPEICHERN“. Stimmt ’s?

Ist einfach zu erklären: Diese Banner-Flächen zu Cookie-Hinweisen sind auf Webseiten meist im Weg platziert. Oder sie verdecken Text, den wir gerade lesen wollen. Wichtige Informationen im Fließtext, im Header oder Footer (wie das Impressum, AGB, Kontaktdaten) bleiben dahinter verborgen. Für uns menschliche Wesen stellen sie im Gehirn einen störenden Faktor dar. Und dieses unästhetische Etwas soll bitte endlich verschwinden.

Und dann tun wir’s: Klick!

Symbolisches Cookie-Banner mit einem Button, auf dem steht CLICK HERE und drei Keksgrafiken
Symbolisches Banner „Klick hier“

Es geht auch ganz anders

Na, hast du’s bemerkt? Wir nutzen auf dieser Website gar kein Cookie-Plugin. Da ploppte nix auf. Du bist auf dieser Seite gelandet und konntest sofort loslesen. Das ist kein Zufall und zudem nicht schusselig gemacht. Sondern das war eine wohlüberlegte und ganz bewusste Entscheidung.

Wir schwimmen zweifelsohne gegen den Strom. Und haben uns nach 1000-und-1 Gedanken dazu entschieden: Lieber verzichten WIR auf gewisse Marketing- und Analyse-Dienste, anstatt dir einen Cookie-Hinweis einblenden zu müssen.

Denn: Wir wollen dich hier charmant empfangen. Ganz ohne störendes Cookie-Banner! Wenn du unsere Seiten besuchst, kannst du ungestört surfen und frei agieren.

Falls du dich jetzt fragst:

  • Geht das auf meiner Website auch?
  • Wie könnte ich auf ein Cookie-Banner verzichten?
  • Wie halte ich die DSGVO ein?
  • Und was ist mit der ePrivacy-Verordnung (ePV)?

Diese und ähnliche Fragen tauchen bei den meisten auf. Auch wir haben uns diese Fragen gestellt. Herausgekommen sind Antworten und ein machbarer Lösungsweg, um ganz ohne Cookie-Banner Plugin auszukommen.

Sprechblase mit Hinweis: Dies ist keine Rechtsberatung
Das ist keine Rechtsberatung

Hinweis: Wir machen keinerlei Rechtsberatung und können natürlich keine rechtsverbindliche Auskunft geben. Daher kläre bitte zuerst ab, ob dieser Weg für dich tatsächlich funktionieren wird. Zumal sich die Gesetze von Zeit zu Zeit ändern. Lass dich am besten von einer Anwaltskanzlei mit starkem Bezug zum Internet- und Onlinerecht beraten.

In diesen Fällen ist ein Cookie-Consent derzeit verzichtbar:

  • Kein einziges Drittanbieter-Cookie wird beim Besuch deiner Website gesetzt
  • Es werden keine Daten an Drittanbieter übermittelt oder von Dritten weiterverarbeitet
  • Alles bleibt auf deinem Server und die Kundendaten in deiner Hand
  • Ein Facebook-Pixel oder ähnliche Tracking-Pixel werden nicht genutzt
  • Videos von Vimeo- oder YouTube werden nicht ohne Zustimmung geladen
  • Ohne Google Analytics (GA) zu installieren. („Sorry, liebe Tante Google! We love you.“)

    Du bekommst dennoch Auswertungen über das Surfverhalten deiner Website-Besucher*in. Das wird server-intern smart gelöst.
  • Statistiken und Analysen deiner Website werden anonymisiert mit Open-Source-Software erstellt
  • Die Browsing-Analysen werden nicht mit Dritten oder anderen Partnern geteilt
  • Die Google Search Console nutzen – ja, das geht!

Übrigens: So ’ne Entscheidung braucht nicht nur Mut, sondern bringt Einschränkungen mit sich. Nicht jede*r wird bereit sein, diese in Kauf zu nehmen. Ich möchte sie an dieser Stelle nicht unerwähnt lassen, damit du für dich leichter die beste Entscheidung treffen kannst.

Ein Nachteil ist beispielsweise:

  • Da du bei diesem Weg nirgendwo ein Facebook-Pixel auf deiner Website platzierst, werden keine Daten über deine Websitebesucher an Facebook in die USA zur weiteren Datenverarbeitung übermittelt
  • Facebook kann die Besucher deiner Website nicht seinen Personenprofilen zuordnen oder diese Daten anreichern
  • Das hat zur Folge: Deine Facebook Ads (Werbeanzeigen) können nicht gezielt an die mit deiner Facebook-Pixel ID identifizierten Personen (Facebook Customizer oder Target Group) ausgespielt werden

Fazit

Versuche dir zuerst selbst diese Fragen zu beantworten:

  • Wie wichtig ist mir das Schalten von Facebook-Werbeanzeigen an eine Customizer Target Group?
  • Ist dieser Faktor sehr relevant oder vernachlässigbar?
  • Ist das profilgesteuerte Schalten von Facebook Ads elementar für mich, damit mein Business wächst?
  • Wie möchte ich meine Besucher auf meiner Website empfangen? Ohne oder mit Cookie-Hinweis?
  • Funktionieren meine Online-Marketing-Pläne nur mit – oder auch ohne Facebook Pixel?

Wenn du zu dem Schluss kommst, dass du auf den Facebook Pixel nicht verzichten möchtest – dann sind die Würfel gefallen. Du kommst nicht drum rum ein Cookie-Consent Tool zu installieren. Und damit ein Cookie-Hinweis-Banner auf deiner Website anzuzeigen.


NameBemerkungLizenzPreis
Borlabs Personaleinfach1 Site39 € pro Jahr
Borlabs Businesseinfach2 Sites59 € pro Jahr
PixelmateRA im Team1 Site39 € einmalig
PixelmateRA im Team3 Sites89 € einmalig
Real Cookie Bannersehr intuitiv1 Sitekostenlos
Real Cookie Banner SINGLE*sehr intuitiv1 Site49 € pro Jahr
Real Cookie Banner STARTER*sehr intuitiv3 Sites79 € pro Jahr
Complianz37 Sprachen1 Sitekostenlos
Complianz Personal37 Sprachen1 Site39 € pro Jahr
(Vergleichstabelle – Stand Februar 2021 | *Affiliate-Links)

Wichtig für dich ist

Egal, welches der vorgestellten WordPress Cookie-Plugins (Cookie-Banner Plugins) du einsetzt: Sie alle helfen dir dabei, die Anforderungen für eine nach der DSGVO rechtskonforme Website zu erfüllen. Doch du bist und bleibst als Websitebetreiber*in verantwortlich, dass alles korrekt umgesetzt und eingehalten wird.

Es ist ratsam regelmässig die aktuellen Gesetze zur ePrivacy und DSGVO im Blick zu behalten. Denn dieses Thema wird uns mit Sicherheit in den nächsten Monaten immer wieder auf Trab halten und uns zu Anpassungen zwingen.

Wenn du unsere News mit Tipps & Tricks schon abonniert hast, liest du dort als Erste*r, wenn’s was Neues auf dem Cookie-Plugin-Markt gibt. Oder falls es wichtige Veränderungen betreffend DSGVO und ePrivacy gibt, die du auf deiner Website umsetzen und entsprechend berücksichtigen solltest.

Noch eine Frage offengeblieben?
Dann schreib sie mir einfach unten als Kommentar.

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4 Kommentare

  1. Annica

    Danke Petra für den Tipp und die Erklärung, wie es auch ohne so ein Plugin für den Cookie-Hinweis gehen kann. Das setzte ich auf meinen zwei Seiten jetzt mal so um. Denn mich nerven diese Banner auf allen Webseiten extrem. Und diese Seite zum Testen ist auch cool, kannte ich noch nicht.

    Grüße von Annica

    Antworten
    • Petra Hoerter

      Hallo Annica, danke für deinen Kommentar. Finde ich klasse, dass du dich für den Weg ohne Cookie-Banner entschieden hast. Bin gespannt, ob deine Besucher den Unterschied sofort bemerken. Liebe Grüße, Petra

      Antworten
  2. Rafael

    Hi,
    den Cookie Scanner kannte ich noch gar nicht. Ich nutze dazu die Browser Extension Ghostery. Übrigens wird auf dieser Seite noch das Gravatar Cookie von WordPress gesetzt. Sollte auch ausgestellt werden 😉
    Viele Grüße
    Rafael Luge | Kopf & Stift

    Antworten
    • Thomas Fischer

      Hi Rafael, vielen Dank für deinen wertvollen Hinweis: Das Gravatar Cookie war tatsächlich gesetzt. Grundsätzlich haben wir das Gravatar-System deaktiviert und nutzen stattdessen das „Leira Letter Avatar“ Plugin, um individuellere Avatare als Anonymous automatisch zu generieren. Dieses Plugin hat leider die Angewohnheit, wenn durch Speedtest etc. alle Plugins temporär deaktiviert werden, es nach erneutem Aktivieren, abgeschaltet und Gravatar als default gesetzt ist. Das übersehe ich leider öfters. Nochmals Danke für den Tipp, jetzt sollte es korrekt sein. Viele Grüße Thomas

      Antworten

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